Osnabrücks Aaron Opoku (r) spricht mit Schiedsrichter Nicolas Winter nach rassistischen Beleidigungen von den Zuschauerrängen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Revierfoto/dpa)

Das nach einem Rassismusvorfall abgebrochene Drittliga-Spiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wird wiederholt. Diese Entscheidung des Sportgerichts teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit.

«Die Wiederholung des Spiels entspricht den Anträgen der beteiligten Vereine. Auch der DFB-Kontrollausschuss hatte sich für eine Wiederholung des Spiels ausgesprochen», schrieb der Verband.

Der stellvertretende Sportgerichtsvorsitzende Stephan Oberholz sagte zur Begründung: «Bei dem Vorfall handelt es sich um einen nicht normierten Sonderfall, der ungeachtet eines etwaigen Verschuldens der beteiligten Vereine nach Ansicht des Sportgerichts eine Spielwiederholung rechtfertigt. Emotional und moralisch halten wir die Entscheidung des VfL Osnabrück, das Spiel nicht fortzusetzen, für nachvollziehbar.»

Der Osnabrücker Spieler Aaron Opoku war am Sonntag von einem Duisburger Zuschauer mutmaßlich rassistisch beleidigt worden. Als erstes Spiel in einer der drei deutschen Profiligen wurde das Duell der beiden Traditionsclubs deswegen erst unter- und dann abgebrochen.

Beide Vereine begrüßten die Entscheidung mit einer gemeinsamen Mitteilung. «Wir hoffen aber auch, dass so ein Spielabbruch einmalig bleibt», sagte Duisburgs Präsident Ingo Wald. VfL-Präsident Holger Elixmann betonte, beide Vereine hätten «durch ihr Verhalten ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Menschlichkeit gesetzt, der DFB hat sich im Sinne des Fußballs durch das Urteil daran angeschlossen».

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