Markus Merk trat beim FCK mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern zurück. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Oliver Dietze/dpa)

Nach nur 24 Monaten ist für Schiedsrichter-Legende Markus Merk bei seinem Herzensverein 1. FC Kaiserslautern schon wieder Schluss.

Der 59-Jährige stellte seine Ämter im Aufsichtsrat und Beirat des Fußball-Drittligisten zur Verfügung und sorgte damit für eine vorweihnachtliche Überraschung beim pfälzischen Traditionsverein. «Unser gemeinsames Ziel war die Stabilisierung des Vereins und das Schaffen eines Fundaments für eine sportlich positive Entwicklung. Diese Ziele haben wir trotz der Corona-Pandemie erreicht», teilte Merk in einem Statement mit. «Heute möchte ich Euch bekannt geben, dass ich aus persönlichen Gründen meine ehrenamtliche Tätigkeit beim 1. FC Kaiserslautern zum Jahresende abgebe, um mich auch wieder weiteren Themen außerhalb des FCK widmen zu können.» Erster Nachrücker für Merk in den Aufsichtsrat des Vereins ist Carsten Krick.

Im Dezember 2019 war ein aus fünf Personen bestehendes «Team Merk» bei der Jahreshauptversammlung angetreten, um den damals hoch verschuldeten Roten Teufeln zu helfen. Merk erhielt mit großer Mehrheit das Mandat der FCK-Mitglieder. Seine Amtszeit war jedoch immer wieder von Unwägbarkeiten geprägt.

Von Juni bis Dezember 2020 durchlief der Club erfolgreich ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung und sicherte durch die Hilfe regionaler Investoren den Spielbetrieb in der 3. Liga. Die Fußballer entledigten sich dadurch Schulden von über 20 Millionen Euro. In diesem Jahr gab es eine Umschuldung im Gesamtverein von kurz- in mittel- und langfristige Verbindlichkeiten – für Merk ein wichtiger Punkt bei der Zukunftssicherung. Doch im Hintergrund brodelte es stets weiter. All das scheint Merk ein Stück weit zermürbt zu haben.

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