die Blöcke der Ultras der Eintracht (l) und von Marseille beschießen sich mit Feuerwerk. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sebastian Gollnow/dpa)

Der beim Champions-League-Spiel in Marseille schwer verletzte Eintracht-Fan ist laut Frankfurts Vorstandsmitglied Philipp Reschke «mittlerweile relativ stabil». Es handele sich aber trotzdem um eine sehr ernste Verletzung, wie Reschke auf der Homepage der Hessen zitiert wird.

«Es handelt sich um eine Wirbelverletzung, die beim Sturz danach aufgetreten ist.» Der Fan war demnach durch eine Silvesterrakete, die im Block explodiert sei, schwer verletzt worden. Es ist noch unklar, ob der Anhänger in Marseille operiert worden muss.

Reschke zeigte sich auch einen Tag nach dem Spiel, das die Eintracht 1:0 gewann, schockiert über die Vorkommnisse in Marseille. «Wir haben damit gerechnet, aber es dann zu erleben, hat eine ganz andere Qualität. Das ist ein Stück weit ein rechtsfreier Raum, den wir da auf der Seite der Olympique-Fans feststellen mussten», sagte Reschke.

Die Europäische Fußball-Union UEFA teilte die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen beide Clubs wegen der Ausschreitungen mit. Gegen die Eintracht wird unter anderem auch wegen des Vorwurfs des «rassistischen Verhaltens» ermittelt. Der mögliche Hitlergruß eines Frankfurter Anhängers hatte für großes Aufsehen gesorgt.

Reschke kündigte an, diesen Vorfall «minuziös aufklären» zu wollen. «Der Betreffende hat sich selbst proaktiv im Verlauf der ersten Halbzeit bei uns gemeldet und bestreitet nachdrücklich, dass das eine solche Geste gewesen sein soll. Ob das wirklich eine glaubhafte Einlassung von ihm ist oder nicht, das werden wir im persönlichen Gespräch feststellen.»

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