Gewinner des Ballon d'Or: Karim Benzema. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Francois Mori/AP/dpa)

Mit einer extravaganten Brille und im feinen schwarzen Anzug betrat Karim Benzema die Bühne des Théâtre du Châtelet und nahm sichtlich bewegt den Goldenen Ball entgegen. Der Torjäger von Real Madrid wurde erwartungsgemäß mit dem prestigeträchtigen Pokal ausgezeichnet.

Die Nummer zwei kommt indes wieder vom FC Bayern: Sadio Mané – in der vergangenen Saison noch mit dem FC Liverpool im Königsklassen-Finale – landete direkt hinter Benzema. Ähnlich wie Robert Lewandowski im Vorjahr, den damals viele Experten in einer harsch kritisierten Wahl anstelle von Lionel Messi auf Platz eins gesehen hatten.

Dieses Mal gab es keine Zweifel am Sieger, denn Benzema hatte eine Super-Saison gespielt. Der Franzose war überragender Mann von Real auf dem Weg zum Champions-League-Triumph. Mané ging aber keinesfalls leer aus.  Der Senegalese wurde mit dem Socrates-Award für sein soziales Engagement in der Heimat ausgezeichnet. Auch Lewandowski, dieses Mal hinter Kevin De Bruyne auf Platz vier, wurde geehrt. Der Pole, der inzwischen für den FC Barcelona spielt, bekam wie im Vorjahr den Trophée Gerd Müller für den besten Torjäger. 

«Ein Kindheitstraum von mir»

«Es war ein Kindheitstraum von mir. Ich bin damit in meinem Kopf aufgewachsen. Es hat mich motiviert, weil ich Vorbilder in meinem Leben hatte wie Zizou und Ronaldo», sagte Benzema. Passenderweise erhielt er die Trophäe auch aus den Händen von Zidane.

Bei den Frauen erhielt erneut die Spanierin Alexia Putellas den Goldenen Ball. Die Ausnahmefußballerin muss derzeit wegen eines Kreuzbandrisses pausieren, den sie sich kurz vor der EM im Sommer zugezogen hatte. Die beiden deutschen Nationalspielerinnen Lena Oberdorf und Alexandra Popp belegten die Plätze vier und sechs.

Die beiden Bundesliga-Youngster Jamal Musiala vom FC Bayern und Jude Bellingham von Borussia Dortmund verpassten dagegen den Preis für den besten U21-Spieler. Die beiden gehörten zwar am Montag zu den fünf nominierten Spielern für den Kopa-Award, belegten am Ende aber die Plätze drei und vier. Der Preis ging an den Spanier Gavi vom FC Barcelona vor dem Franzosen Eduardo Camavinga von Real Madrid.

Courtois bester Keeper

Als bester Torhüter wurde der Belgier Thibaut Courtois von Real Madrid ausgezeichnet, Kevin Trapp und Manuel Neuer mussten sich mit den Plätzen sechs und sieben begnügen. Zur besten Mannschaft wurde Manchester City gekürt. 

Benzema hatte in der vergangenen Spielzeit bei Reals Königsklassen-Triumph überragt. Zehn seiner 15 Tore erzielte der Franzose in der K.o.-Phase – angefangen mit dem Dreierpack im Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain. Im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea sicherte der Franzose mit seinem Tor in der Verlängerung das Weiterkommen. Im Halbfinale folgten gegen Manchester City erneut drei Treffer mit einem Elfmeter in der Verlängerung zum Finaleinzug.

Der Ballon d’Or ist kein Ersatz für die Weltfußballer-Wahl. Diese Wahl wird weiterhin vom Weltverband FIFA veranstaltet. Von 2010 bis 2015 wurde der Weltfußballer durch eine Kooperation der FIFA und «France Football» mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet.

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