Berlins Tymoteusz Puchacz (2.v.r) trifft zum 1:0. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andreas Gora/dpa)

Union Berlin hat seinen Heidenheim-Komplex überwunden und problemlos das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Drei Tage nach dem allseits bewunderten 2:0 gegen Borussia Dortmund setzte sich der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga am Mittwochabend mit 2:0 (1:0) gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim durch. Timoteusz Puchacz (7. Minute) mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Eisernen und Sven Michel (52.) erzielten vor 21 029 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei die Treffer für die Berliner. Zu Zweitliga-Zeiten hatte Union zwischen 2016 und 2019 die letzten sechs Vergleiche gegen Heidenheim nicht gewinnen können. 

Nach dem Dortmund-Coup mussten Kräfte geschont werden. Das machte Fischer mit seiner Startelf deutlich, in der gleich fünfmal rotiert wurde. Und wieder einmal hatte der Union-Coach ein glückliches Händchen. Puchacz hat noch keine Bundesliga-Minute in dieser Saison absolviert. Gegen den Zweitligisten durfte er mal ran. Nach sieben Minuten stand der Pole genau richtig und schoss aus kurzer Distanz zur frühen Führung ein. Was das bedeutet, wissen mittlerweile alle Kontrahenten. Nach Rückstand hat in dieser Spielzeit keiner gegen die Eisernen noch gewonnen.

Die Offensivaktionen der Gäste waren überschaubar. Einen Schuss von Jan-Niklas Beste (15.) lenkte Torwart Lennart Grill in seinem zweiten Union-Einsatz problemlos über die Latte. Brenzlig wurde es für die Berliner erst, als Diogo Leite Kevin Sessa (29.) im Strafraum rempelte. Schiedsrichter Florian Badstüber entschied aber nicht auf Strafstoß.

Heidenheim schaffte nicht sich aufzubäumen

Mehr Offensivdrang gestattete Union den Gästen ohnehin nicht und besann sich nun auch auf die eigenen Angriffsaktivitäten. Danilho Doekhi köpfte über das Tor (30.), Janik Haberer, Doppeltorschütze gegen Dortmund, scheiterte an Heidenheims Schlussmann Vitus Eicher (31.). Michel (34.), der 2020 noch für Paderborn mit zwei Toren Unions bislang letzte Pokal-Heimniederlage besiegelt hatte, schoss vorbei. 

Union machte auch nach der Pause einfach drückend überlegen weiter. Das gefürchtete Umschaltspiel war diesmal als Taktik gar nicht notwendig. Sheraldo Becker (47.) kam an Eichner nicht vorbei. Gegen Michels Kopfball-Lupfer war der FCH-Torwart dann machtlos. Becker (55.) und Robin Knoche (59.) forderten den wackeren Eicher in regelmäßigem Abstand weiter. Heidenheim fehlten die Mittel, sich aufzubäumen. Union ist durch den Sieg auch 2023 neben Europa League und Bundesliga im DFB-Pokal als drittem Wettbewerb dabei.

Arne Richter und Sabrina Szameitat, dpa

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