Plädiert für die Wiedereinführung des Sportdirektors beim DFB: Matthias Sammer. (Urheber/Quelle/Verbreiter: David Inderlied/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa)

Das Abschaffen der Position des Sportdirektors beim Deutschen Fußball-Bund war aus Sicht von Ex-Funktionär Matthias Sammer ein Fehler.

«Ein Sportsystem ohne einen übergeordneten sportlichen Leiter – das ist das Bild des Deutschen Fußball-Bundes», sagte Sammer bei Magenta TV und ergänzte: «Ich habe genug Fehler gemacht in meinem Leben. Aber den Fehler, diese Position abzuschaffen, auf die Idee musst du erstmal kommen.»

Sammer hatte zwischen 2006 und 2012 selbst in dieser Funktion beim DFB gearbeitet. Der 55-Jährige würde sich nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft wünschen, dass dieses Amt künftig wieder bekleidet wird. «Fakt ist, dass diese Person auch ein Stück weit verantwortlich ist für die großen Leitlinien», sagte Sammer: «Ein Sportdirektor gibt die großen Linien vor und sie brauchen für meine Begriffe alle zwei Jahre ein Korrektiv, um an den kleinen Stellschrauben in die richtige Richtung zu drehen.»

Als einen möglichen Kandidaten nannte Sammer Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Auch der gebürtige Sachse selbst wäre bereit, dem DFB in anderer Funktion zu helfen. Alle Ämter, wohl auch das des Sportdirektors, würde er selbst aber nicht mehr besetzen, sagte der externe Berater von Borussia Dortmund in einer Expertenrunde.

Von