Frankfurts Randal Kolo Muani in Aktion. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Tom Weller/dpa)

Eintracht Frankfurts Vize-Weltmeister Randal Kolo Muani hat beim Vorspielen in München unter Beweis gestellt, warum er zu den Entdeckungen dieser Fußball-Saison gehört. Der 24 Jahre alte Angreifer erzielte beim 1:1 gegen den FC Bayern im Bundesliga-Topspiel den Ausgleich für die Eintracht.

«Ein großartiges Tor», schwärmte Frankfurts Trainer Oliver Glasner. Kolo Muani versetzte in der 69. Spielminute seinen Nationalmannschafts-Kollegen Dayot Upamecano und traf mit dem linken Fuß ins lange Eck. «Upa ist ein guter Verteidiger, der nicht so leicht auszuspielen ist», sagte Kolo Muani später.

Schon beim 1:1 drei Tage zuvor in Freiburg hatte der Angreifer das Eintracht-Tor erzielt. Mit sieben Treffern und zwölf Assists ist er nach 18 Spieltagen der Topscorer der Liga – und ein heiß umworbener Mittelstürmer.

München sucht Stürmer

Zuletzt war auch über ein Münchner Interesse berichtet worden. Schließlich suchen die Bayern nach dem Weggang von Robert Lewandowski trotz guter Leistungen und zahlreicher Tore von Routinier Eric Maxim Choupo-Moting (33) einen zentralen Angreifer. Der Vertrag von Choupo-Moting läuft am Saisonende aus und wurde bislang nicht verlängert.

Kolo Muani äußerte sich nach dem Spiel zurückhaltend zu allen Spekulationen: «Ich lebe im hier und jetzt, andere Ding stehen nicht zur Debatte.» Die Eintracht sei ein «fantastischer Verein, der mich gut aufgenommen hat».

Vor der Saison war er ablösefrei vom FC Nantes gekommen. Nach der guten Hinserie und guten WM-Leistungen ist sein Marktwert in die Höhe geschossen. Sein Vertrag in Frankfurt beim Europa-League-Sieger läuft bis 2027. Bayern München bezeichnete Kolo Muani am Samstagabend als «große Mannschaft». Und jeder Spieler träume davon, «bei großen Vereinen zu spielen».

Lob vom Coach

Glasner sieht Kolo Muani in Frankfurt gut aufgehoben. Beim Tor in der Allianz Arena habe dieser «seine große Qualität im Eins gegen Eins» gezeigt. «Was mich freut, dass er auf dem linken Fuß geblieben ist. Er geht meistens auf den rechten Fuß nach innen. Er hat fantastisch abgeschlossen», lobte Glasner seine Nummer 9.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann vermied in der Pressekonferenz an der Seite seines Eintracht-Kollegen eine Aussage auf die Frage, wie ihm Kolo Muani gefalle: «Ich habe gelernt, man spricht nicht über Spieler anderer Vereine.»

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