Trainer Lukas Kwasniok stemmt sich gegen die aufkommende Unruhe beim 1. FC Köln nach dem achten sieglosen Spiel in Serie. Nach dem 1:3 (1:1) gegen den FC Bayern widersprach Kwasniok vehement seinem Profi Jakub Kaminski. Der hatte nach der unglücklichen Niederlage geklagt: «Acht Spiele ohne Sieg. Die Stimmung bei uns ist natürlich gerade nicht so toll.»
Kwasniok selbst hatte dies beim 2:2 am Wochenende in Heidenheim noch am eigenen Leib erfahren. Die Ultras hatten ein Trainer-kritisches Plakat präsentiert, auf dem «Kwasni yok» stand. Das «yok» aus dem Türkischen kann dabei als «nein» übersetzt werden. Der FC-Trainer, der nach seinem Einstieg beim Aufsteiger im Sommer noch einen starken Saisonstart miterlebt hatte, reagierte darauf ebenso überrascht wie getroffen.
Lachend zum Sieg: Kwasniok setzt auf Samstag
Auf die Kaminski-Aussage angesprochen antwortete Kwasniok nun vehement. «Die Stimmung bei uns allgemein ist überhaupt nicht schlecht. Das wird mit mir nicht passieren. Im Leben gibt es viel, viel härtere Aufgaben», befand der 44-Jährige und fügte launig hinzu: «Morgen wird hoffentlich wieder ein bisschen gelächelt, am Freitag wird gelacht und am Samstag hoffentlich gewonnen.» Dann spielen die Kölner gegen den Tabellen-16. FSV Mainz 05.
Sollte es dann das neunte Spiel ohne Sieg in Serie geben, könnte die Stimmung endgültig kippen. Trotz einer 1:0-Führung durch Linton Maina (41. Minute) und einer lange Zeit starken Leistung, punktete der FC gegen die Bayern nicht. Serge Gnabry (45.+5), Min-jae Kim (71.) und Lennart Karl (84.) drehten das Spiel für die Münchner, die damit die beste Hinrunde der Club-Geschichte perfekt machten. Mit 17 Punkten stehen die Kölner zur Saison-Halbzeit auf Platz zwölf der Tabelle und liegen fünf Punkte vor den Abstiegsrängen.

