Erstes Spiel nach Krawallen: Hannover siegt in Magdeburg
Hannovers Torschütze Enzo Leopold (r) im Zweikampf mit Magdeburgs Laurin Ulrich. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andreas Gora/dpa)

Knapp eine Woche nach den schweren Ausschreitungen beim Dresden-Spiel hat der 1. FC Magdeburg erneut ein wichtiges Heimspiel verloren. Hannover 96 meldete sich durch einen 2:1 (1:0)-Sieg in der Avnet Arena im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zurück.

Der Japaner Daisuke Yokota brachte den Tabellenfünften in der 38. Minute in Führung. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich durch Baris Atik (53.) traf Enzo Leopold zum 2:1 (56.). Für Hannovers Trainer Christian Titz war es eine erfolgreiche Rückkehr an seinen langjährigen Arbeitsplatz. Der 54-Jährige trainierte den FCM bis zum vergangenen Sommer viereinhalb Jahre lang.

Vor 25.790 Zuschauern in Magdeburg war es das erste Spiel nach den Krawallen beim Ost-Derby gegen Dynamo Dresden (1:2). Mehr als 70 Polizisten waren am vergangenen Samstag verletzt worden.

Magdeburger Botschaft gegen Gewalt

Auch diesmal musste die Partie schon in der 3. Minute für knapp neun Minuten unterbrochen werden, weil Hannover-Fans Pyrotechnik zündeten und das Spielfeld vernebelten. Ansonsten blieb es vor und während des Spiels aber ruhig.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit einem «massiven Kräfteeinsatz» vor Ort. Magdeburger Sponsoren räumten mehrere Werbebanden frei, damit der Verein einen Aufruf direkt am Spielfeld platzieren konnte: «Für einen friedlichen Fußball. Gewalt hat beim FCM keinen Platz.»

Japaner Yokota kaum zu halten

Sportlich fiel in der ersten Halbzeit vor allem Yokota auf. Der 25-Jährige vergab die erste Großchance des Spiels (21.), schoss das erste Tor und traf danach noch einmal die Latte (45.+2).

Nach der Pause verpasste Benjamin Källmann (48.) das 2:0, ehe ein Ballverlust von Noel Aseko Nkili zum Magdeburger Ausgleich führte. Die 96er gingen jedoch sofort wieder in Führung, weil sie an diesem Abend die deutlich gefährlichere von zwei angriffslustigen Mannschaften waren. Für Magdeburg traf Marcus Mathisen (76.) nur die Latte.

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