Im prall gefüllten Terminplan bis Monatsende kann Borussia Dortmund die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison nähren. Mit der beachtlichen Erfolgsserie von 14 Liga-Spielen ohne Niederlage am Stück und der Aussicht auf die nächste Runde in der Champions League ist die Kampfansage von Nico Schlotterbeck durchaus auch im Sinne seines Cheftrainers. Der Nationalspieler, um dessen Zukunft der BVB buhlt, fehlt zwar wegen einer Gelbsperre im Freitagabendspiel gegen den FSV Mainz 05 (20.30 Uhr/Sky). Doch der 26-Jährige steht wie kaum ein anderer für das neue Selbstbewusstsein des achtmaligen Meisters.
«Er ist eine absolute Führungspersönlichkeit und nach außen hin der, der kommuniziert, wie er es fühlt und sich wünscht. Ich finde das proaktiv und sehr gut», befand Chefcoach Niko Kovac. «Dem ist auch nichts entgegenzusetzen. Aber natürlich muss man das mit Leben füllen. Das ist auch die Schwierigkeit», sagte der BVB-Trainer vor dem Auftakt eines üppigen Fünferpacks an hochkarätigen Spielen im Februar.
Nach Mainz gegen Bergamo, Leipzig und München
Nach der Partie gegen die Rheinhessen wartet auf den BVB am nächsten Dienstag das Heimspiel in den Champions-League-Playoffs gegen Atalanta Bergamo. Danach steht die Bundesligapartie bei RB Leipzig an, ehe es zum Rückspiel nach Bergamo geht. Zum Abschluss findet am 28. Februar das Highlight gegen den FC Bayern München statt.
Für Dortmunds Trainer ist die Partie gegen Mainz die wichtigste, weil sie richtungsweisend ist. «Es hilft uns, wenn wir gewinnen könnten, um dann das Wochenende entspannt Bundesliga-Fußball zu schauen und auf Atalanta, Leipzig und München gut vorbereitet zu sein», sagte Kovac und verwies auf die angenehme Situation der Spielansetzung. «Wir haben die Möglichkeit vorzulegen und wollen die drei Punkte holen», erklärte Coach. Dass Kovac von einem schwierigen Spiel spricht, ist keine Floskel. Der BVB und Mainz sind in der Formtabelle der bisherigen Rückrundenspiele die beiden besten Teams.
Amiri: «Wir sind Angstgegner für große Vereine»
Der Grund dafür ist einfach: Seit der Verpflichtung von Trainer Urs Fischer haben sich die Mainzer von den Abstiegsrängen befreit und sind mit völlig neuem Selbstvertrauen ausgestattet. Der Tabellen-14. rechnet sich auch in Dortmund etwas aus. «Wir sind ein Angstgegner für große Vereine. Die wissen, wir gehen ihnen auf die Nerven. Wir laufen, marschieren, werden nie müde, sind eklig. Wir können Dortmund wehtun und da gewinnen», sagte Nationalspieler Nadiem Amiri vor dem Gastspiel beim Tabellenzweiten.
Personell muss Kovac umbauen, da Schlotterbeck in der Dreier-Abwehrkette fehlt und Emre Can (Adduktoren) sowie Filippo Mane (Oberschenkel) weiterhin nicht einsatzfähig sind. Marcel Sabitzer und Jan Couto sind noch fraglich, dafür kehrt Karim Adeyemi nach Problemen am Sprunggelenk wieder ins Team zurück.

