Nach Sperre in England: Leverkusen holt DFB-Torhüterin
Die Neu-Leverkusenerin Rafaela Borggräfe (links) im Kreis der Nationaltorhüterinnen. (Archivbild). (Urheber/Quelle/Verbreiter: Arne Dedert/dpa)

Bundesligist Bayer Leverkusen hat DFB-Torhüterin Rafaela Borggräfe vom FC Liverpool bis zum Saisonende ausgeliehen. Die 25-Jährige war vom englischen Fußballverband wegen einer diskriminierenden Aussage in Richtung einer Mitspielerin zuletzt sechs Spiele gesperrt worden. 

Das hat aber keine weiteren Konsequenzen für die deutsche Auswahlspielerin. «Wir haben den Vorfall gemeinsam mit Rafaela ausführlich aufgearbeitet und sie hat uns ihre Sichtweise glaubwürdig geschildert. Damit ist das Thema für uns geklärt», sagte Thomas Eichin, Direktor Lizenz, der auch für die Bayer 04-Frauen verantwortlich ist. Borggräfes Sperre bei Liverpool war Anfang Dezember in Kraft getreten und im Januar abgelaufen.

Europameisterin mit der U17

«Ich habe das sportrechtliche Verfahren akzeptiert und mich intensiv mit dem Vorfall auseinandergesetzt», wurde Borggräfe in einer Bayer-Mitteilung zitiert. «Mir ist bewusst, dass Worte verletzen können und Verantwortung mit sich bringen.» Es sei zu keinem Zeitpunkt ihre Intention gewesen, andere Menschen zu verletzen oder auszugrenzen. «Es tut mir leid. Ich werde aus dieser Situation lernen und Verantwortung übernehmen», versicherte Borggräfe.

Auch für den Deutschen Fußball-Bund ist das Thema beendet. «Nach dem abgeschlossenen sportrechtlichen Prozess und unserer internen Aufarbeitung bleibt Rafaela Borggräfe Teil des erweiterten Pools der Nationalmannschaft», teilte der DFB mit. Die Torhüterin hat noch kein A-Länderspiel bestritten.

Borggräfe spielte vor ihrer Zeit in England beim SC Freiburg und zwischendurch ein Jahr beim FC Aarau in der Schweiz. Mit der U17 des DFB wurde sie 2017 Europameisterin.

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