Gladbachs Christoph Kramer bezeichnet eine Diskussion über Einstellungsprobleme in der Mannschaft als «totalen Quatsch». (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marius Becker/dpa)

Ex-Weltmeister Christoph Kramer (32) hält seinen Club Borussia Mönchengladbach derzeit nicht für Europacup-tauglich.

Die Mannschaft sei maximal ehrgeizig, aber die Ergebnisse ließen es aktuell nicht zu, dass man übers internationale Geschäft reden könne, sagte der Fußballprofi im Interview dem TV-Sender Sky.

«Wenn man sieht, wer da oben gerade steht – wie zum Beispiel Eintracht Frankfurt – dann muss man einfach sagen, dass die aktuell besser sind als wir», erklärte der Mittelfeldspieler. «Wir haben im Moment nichts mit den vorderen Sechs zu tun, weil wir nicht konstant genug spielen. Das hat aber nichts mit Ambitionen oder Mentalität zu tun.»

Schon neun Punkte Rückstand auf Platz sechs

In der Bundesliga steht Mönchengladbach nach 22 Spieltagen auf Platz zehn und hat neun Punkte Rückstand auf den Sechsten Frankfurt. Dem glanzvollen 3:2-Sieg gegen Tabellenführer FC Bayern München standen zuletzt Niederlagen gegen den FSV Mainz 05 (0:4) und Hertha BSC (1:4) sowie ein 0:0 im Heimspiel gegen den Tabellenletzten FC Schalke 04 gegenüber. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) empfangen die Gladbacher den Tabellenfünften SC Freiburg.

Eine Diskussion über Einstellungsprobleme in der Mannschaft lasse er nicht zu, diese seien in seinen Augen «totaler Quatsch», sagte Kramer. Dennoch habe auch er keine klare Antwort dafür, warum es in dieser Saison gegen die Großen funktioniere und gegen die Kleinen nicht, gestand er.

Es stimme nicht, dass sich ein Spieler bei ihnen gegen die Großen mehr zeigen wolle als gegen die Kleinen. «Es gibt für einen Sieg gegen einen kleineren Gegner gleich viel Geld und genauso viele Punkte, wie gegen einen Großen», argumentierte Kramer.

Von