Eine Ausleihe von Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona für ein halbes Jahr zum Ligarivalen FC Girona steht Medieninformationen kurz bevor. Das berichten unter anderem die spanische Zeitung «Mundo Deportivo» sowie der TV-Bezahlsender Sky.
Laut «Mundo Deportivo» zahlt Barcelona noch 90 Prozent von ter Stegens Gehalt, Girona übernimmt den Rest. Der 33 Jahre alte ter Stegen will schon am Sonntag nicht mehr mit Barça zum Spiel nach San Sebastián mitreisen, sofern der Club einwilligt, berichtet die Zeitung weiter.
Mit einem Wechsel hofft der Ex-Gladbacher auf mehr Spielpraxis, um bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada als Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft zu stehen.
Gironas Trainer Míchel, dessen Elf die schwächste Abwehr der Liga stellt, hatte schon im vergangenen Monat von ter Stegen geschwärmt. «Er ist ein Top-Spieler. Welcher Club würde nicht gerne einen Torwart wie ter Stegen haben?», sagte der Coach über ter Stegen.
Darum hat ter Stegen beim FC Barcelona keine Chance
Ter Stegen hatte Mitte Dezember nach überstandener Rückenoperation erstmals nach rund sieben Monaten im Pokal bei Drittligist CD Guadalajara wieder im Tor des FC Barcelona gestanden. Trainer Hansi Flick hatte aber klargestellt, dass der im Sommer für 25 Millionen Euro verpflichtete Joan Garcia die Nummer eins bei den Katalanen bleibt.
Das fordert Julian Nagelsmann
Ein Wechsel ist für ter Stegen quasi unausweichlich, um bei der WM die Nummer eins zu sein. Das hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt betont: «Marc muss sich entweder in Barcelona durchsetzen oder einen Club finden, bei dem er spielt.»
Zumal ter Stegens Vertreter in der DFB-Elf, Hoffenheims Oliver Baumann, in den vergangenen Monaten bei der erfolgreichen WM-Qualifikation überzeugen konnte. Auch ein mögliches Comeback von Bayern Münchens Manuel Neuer wurde zumindest medial immer wieder debattiert. Der mittlerweile 39-Jährige hatte aber schon selbst ein DFB-Comeback nach seinem Rücktritt nach der Heim-EM 2024 ausgeschlossen.

