Herthas Trainer Stefan Leitl hat Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) dafür kritisiert, dass dieser das Pokalspiel gegen den SC Freiburg aufgrund eines Besuchs bei den Olympischen Winterspielen verpasst. «Sein Support wäre heute auch wichtig gewesen. Da kritisiere ich ihn schon. Vielleicht kommt er ja Samstag dann gegen Hannover», sagte Leitl vor dem Anpfiff bei Sky.
Wegner reagierte gelassen auf die Kritik: «Ich finde das ja nett. Er hat das ja mit einem Augenzwinkern gesagt und ihm ist durchaus bewusst, dass meine Gedanken jetzt bei Hertha BSC sind», äußerte Wegner in Mailand. Er freue sich schon, bei einem möglichen Halbfinale dabei zu sein, sagte Wegner noch während der Partie.
Am Nachmittag hatte sich Wegner unter anderem den Sieg der deutschen Eishockey-Frauen live in Mailand angesehen. «Bei dieser Reise geht es darum, ein klares Signal an die olympische Familie zu senden: Berlin ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele», hatte Wegner erklärt. «Die Begeisterung, die wir in Italien erleben, wollen wir auch in unsere Stadt tragen.»
Leitl: «Dann soll der aber auch nicht in Italien Sport gucken»
Berlin will die Olympischen Sommerspiele bald in die Hauptstadt holen. Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September getroffen werden. Offen ist, ob der DOSB sich für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt.
Vergangene Woche hatte Wegner in der «Bild»-Zeitung erklärt, dass es sein Kindheitstraum sei, Hertha im Pokalfinale zu erleben. Daraufhin antwortete Leitl: «Dann soll der aber auch nicht in Italien Sport gucken, sondern hier in Berlin im Stadion sein.» Die Hertha-Profis standen zu Hause noch nie im Pokalfinale.

