Politische Motive? WM‑Testspielabsagen für Iran
Irans WM‑Vorbereitung ist gefährdet, da mehrere Gegner ihre geplanten Testspiele abgesagt haben - offenbar aus politischen Gründen. (Archivbild) (Urheber/Quelle/Verbreiter: Aijaz Rahi/AP/dpa)

Die iranische Nationalmannschaft steht vier Monate vor der Fußball-WM in den USA wohl fast ohne Testspielgegner da. Mehreren Medienberichten zufolge haben potenzielle Gegner – darunter Algerien, Island, Schottland und Spanien – ihre geplanten Partien gegen Iran abgesagt. 

Als einzige Alternative bleibt laut dem Sportportal 360 ein Turnier in Jordanien mit Spielen gegen den Gastgeber, Nigeria und Costa Rica. Der iranische Fußballverband (FFI) hat die Berichte über die Testspiel‑Absagen weder bestätigt noch dementiert. 

Nach Einschätzung zahlreicher Beobachter sollen die Absagen eindeutig politisch begründet sein. Die gewaltsame Niederschlagung der landesweiten Proteste hat international zu scharfer Kritik am islamischen System geführt – ein Grund, warum viele Länder derzeit nicht gegen den Iran antreten wollen, so die Beobachter.

Seit den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar finden auch die Ligaspiele vor leeren Rängen statt. Der FFI befürchtet, dass Fans im Stadion Parolen gegen die islamischen Machthaber rufen könnten. Zudem müssen zahlreiche Vereine ihre Heimspiele aus Sicherheitsgründen in andere Städte verlegen, die als politisch weniger sensibel gelten.

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