Feiert den zweiten Erfolg: Xavi Hernandez, Trainer des FC Barcelona. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Alberto Saiz/AP/dpa)

Der FC Liverpool kommt immer besser in Schwung, auch beim FC Barcelona läuft es mit neuem Trainer vorerst wieder. Harte Tage dagegen erlebt Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin. Und in Portugal sorgt ein Corona-Eklat für Aufsehen. Der Blick auf den Auslandsfußball:

England I

Jürgen Klopps Tormaschine läuft wieder heiß. Mit dem 4:0 gegen den FC Southampton setzte der FC Liverpool seine Jagd auf Premier-League-Spitzenreiter FC Chelsea fort. Entscheidender Mann war der Portugiese Diogo Jota mit einem Doppelpack in der 2. und 32. Minute. Der ehemalige Münchner Thiago und Virgil van Dijk schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Happy machte Klopp aber auch die Abwehrleistung. Nach dem 4:0 gegen den FC Arsenal und dem 2:0 gegen den FC Porto blieben die Reds auch im dritten Spiel binnen einer Woche ohne Gegentor.

England II

Thomas Tuchels FC Chelsea bleibt trotz Punktverlusts an der Spitze. Zuhause hieß es 1:1 gegen den englischen Rekordmeister Manchester United, der kurz vor der Verpflichtung des neuen Trainers Ralf Rangnick stand. Der 63-Jährige war nicht im Stadion an der Stamford Bridge anwesend. Dort gingen die Gäste aus Manchester, bei denen Cristiano Ronaldo über eine Stunde auf der Bank blieb, durch den ehemaligen Dortmunder Jadon Sancho (50. Minute) in Führung. Jorginho (69.) glich per Strafstoß aus.

Spanien

Mit zwei späten Treffern hat der FC Barcelona den zarten Aufschwung unter dem neuen Trainer Xavi Hernández gerettet. 1:1 stand es in der 88. Minute in Villarreal, als der Niederländer Memphis Depay einen Abwehrpatzer nutzte und Barça mit seinem Tor erlöste. Der frühere Bayern-Profi Philippe Coutinho machte mit seinem Foulelfmeter in der Nachspielzeit den 3:1-Sieg der Gäste perfekt. Durch den zweiten Erfolg im zweiten Ligaspiel unter Club-Legende Xavi rückte Barcelona wieder näher an die Europapokal-Plätze heran.

Portugal

Eine echte Farce spielte sich beim Stadtduell zwischen Belenenses und Benfica in Lissabon ab. Schon zum Anpfiff trat Schlusslicht Belenenses nach einer Serie von Coronafällen nur mit neun Spielern an. Einer der beiden gesunden Torhüter musste sogar im Mittelfeld spielen. Zur Pause führte Benfica schon 7:0. Zum Wiederbeginn kehrten nur sieben Profis von Belenenses aus der Kabine zurück, dann verletzte sich auch der im Mittelfeld aufgebotene Keeper João Monteiro. Also brach der Schiedsrichter in der 48. Minute die absurde Partie ab.

Frankreich

Vier Monate hatte Sergio Ramos auf sein Debüt bei Paris Saint-Germain warten müssen. Beim schmucklosen 3:1 bei Schlusslicht AS St. Etienne gab der 35 Jahre alte Spanier seinen Einstand für PSG nach langer Verletzungspause. Im Sommer hatte Ramos nach 16 Jahren keinen Vertrag mehr bei Real Madrid bekommen. Nun soll der Routinier die Defensive des Pariser Star-Ensembles um Lionel Messi organisieren. In St. Etienne sorgten Kapitän Marquinhos mit einem Doppelpack und Angel di Maria in Überzahl für den Pflichtsieg. Bitter für PSG: Neymar knickte unglücklich um, musste vom Platz getragen werden und könnte länger fehlen.

Italien

Für Rekordmeister Juventus Turin sieht es mehr denn je nach einer weiteren grauen Saison aus. Auf die 0:4-Abfuhr beim FC Chelsea in der Champions League folgte in der Serie A ein 0:1 gegen Atalanta Bergamo. Erstmals seit 32 Jahren gewann Bergamo eine Ligapartie bei Juve. Duvan Zapata erziele in der 28. Minute den Siegtreffer für die Gäste. Die Turiner liegen jetzt schon sieben Punkte hinter den Champions-League-Plätzen. Die Rückkehr des einstigen Erfolgstrainers Massimiliano Allegri hat bislang nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Dazu steht Juve auch noch wegen Bilanz-Unregelmäßigkeiten im Visier der Finanzpolizei.

Südamerika

Ein ehemaliger Kölner hat das Finale um die Copa Libertadores entschieden. Der eingewechselte Stürmer Deyverson, der 2015 für eine halbe Saison an den 1. FC Köln ausgeliehen war, erzielte in der Verlängerung das 2:1-Siegtor für Palmeiras im Endspiel gegen Flamengo Rio de Janeiro. Der Club aus São Paulo triumphierte zum zweiten Mal nacheinander in der südamerikanischen Variante der Champions League. Es war das vierte Finale zwischen zwei brasilianischen Vereinen in der 61-jährigen Geschichte des Wettbewerbs. Tausende brasilianische Fans waren für das Endspiel nach Montevideo in das kleine Nachbarland Uruguay gereist.

Von Christian Hollmann, dpa

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