Leipzigs Spieler Benjamin Henrichs während einer Sprintübung im Training. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jan Woitas/dpa)

Trainer Domenico Tedesco ist für Fußball-Nationalspieler Benjamin Henrichs der entscheidende Grund für seinen Verbleib bei RB Leipzig. Weil er zuvor unter dem US-Amerikaner Jesse Marsch keine Rolle spielte, trug sich Henrichs nach eigenen Worten mit ernsthaften Wechselgedanken.

«Denn die Zeit war schwierig, auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Dass Domenico Tedesco kam, war der Knackpunkt», sagte der 25 Jahre alte Rechtsverteidiger im Interview der «Sport Bild» vor dem DFB-Pokal-Halbfinale an diesem Mittwochabend (20.45 Uhr/ARD und Sky).

Zu Beginn von Tedescos Amtszeit, der im vergangenen Dezember Marsch bei dem sächsischen Bundesligisten ablöste, habe es ein klares Gespräch gegeben, «in dem er mir gesagt hat, wie er mit mir plant. Genau das hat er umgesetzt», erklärte Henrichs. «Ich hatte in seinen ersten beiden Spielen direkt so viel gespielt wie in allen Partien zuvor. Seitdem habe ich einen Trainer, der mit mir redet und mir vertraut. Damit waren die Gedanken an einen Wechsel vom Tisch.» Jetzt sei er wichtig für die Mannschaft und zahle das durch Leistung zurück.

Unter Tedesco sei das Gesicht der Mannschaft «ein komplett anderes», der Coach rede viel mit den Spielern, zeige ihnen mit ehrlichen Aussagen klar ihre Stärken und Schwächen auf. Anfangs hätten unter dem früheren Auer und Schalker Coach nur gute Ergebnisse gestanden, «jetzt spielen wir auch stark, die antrainierten Automatismen haben sich eingespielt. Die Stimmung bei uns ist top. Daran sieht man, dass der Trainer die Mannschaft erreicht», sagte der frühere Leverkusener.

RB kann in dieser Saison auch noch die Europa League gewinnen sowie in der Bundesliga unter die ersten Vier kommen und damit die Qualifikation für die Champions League schaffen. Unter Tedesco verloren die Sachsen nur zwei Spiele und sind in der Bundesliga-Tabelle Dritter.

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