Mohamed Salah (r) bejubelt seinen Siegtreffer. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Peter Byrne/PA Wire/dpa)

Der FC Liverpool hat seine Krise spektakulär beendet und Tor-Ungeheuer Erling Haaland ausgebremst.

Das Team von Trainer Jürgen Klopp gewann vor der lautstarken Kulisse des Anfield Stadions mit 1:0 (0:0) gegen den zuvor unbesiegten englischen Fußballmeister, für den Haaland zuvor in neun Premier-League-Spielen 15 Tore erzielt hatte. Klopp sah in der Schlussphase die Rote Karte wegen wütender Proteste. 

Die Leistung seiner Mannschaft bezeichnete Klopp als «sehr, sehr gut in einem unglaublich intensiven Spiel. Wir haben auf einem unglaublich hohen Level verteidigt.» Der Coach hatte nach dem schlechtesten Liverpooler Saisonstart seit zehn Jahren die Wende gefordert. Und seine Profis lieferten. Der überragende Mohamed Salah (76. Minute) traf für die verletzungsbedingt geschwächten Hausherren, die unter anderem auf Luis Diaz und Naby Keita verzichten mussten. «Hoffentlich gibt uns das Selbstvertrauen», sagte Salah, gab aber zu: «Wir müssen im Moment nicht an den Titel denken.»

Guardiola beklagt den einen Fehler

City dagegen musste die erste Pflichtspiel-Niederlage seit fast drei Monaten hinnehmen. «Wir haben alles versucht, wir haben wirklich gut gespielt und Chancen kreiert», sagte Coach Pep Guardiola. «Wir hätten ein perfektes Spiel machen müssen, aber wir haben einen Fehler gemacht. Solche Teams bestrafen dich dafür in solch engen Spielen.»

Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit entwickelte sich in der zweiten Hälfte eine giftige Partie. Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff hatte Salah erstmals die Chance, Liverpool in Führung zu bringen. Doch City-Torwart Ederson parierte mit den Fingerspitzen. Fast im Gegenzug traf Phil Foden für die Cityzens. Doch der Treffer zählte nach Videobeweis nicht, weil Vorlagengeber Haaland zuvor Fabinho gefoult hatte.

Drei Tage nach dem spektakulären 7:1 bei den Glasgow Rangers in der Champions League zeigte Liverpool gegen Man City ein mitreißendes Spiel. Zweimal vergaben die Reds in der Schlussphase die Chance auf die Vorentscheidung, weil Darwin Núñez den Ball nicht zum frei stehenden Salah spielte und der eingewechselte Trent Alexander-Arnold eine Vorlage nicht verwerten konnte.

Strafe für Klopp

Beide Trainer kostete die Partie Nerven. Klopp protestierte wütend gegen ein nicht gegebenes Foul an Salah und wurde dafür in der 86. Minute vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt. Diese Entscheidung bezeichnete er im Anschluss als «am Ende wahrscheinlich verdient», der Ärger über die Schiedsrichter-Entscheidung blieb aber.

Für Liverpool war es erst der dritte Sieg im neunten Saisonspiel. Das Klopp-Team belegt Platz acht der Premier-League-Tabelle. Der Rückstand auf Titelverteidiger City beträgt immer noch zehn Punkte, Tabellenführer FC Arsenal ist bereits 14 Zähler enteilt. Das Rennen um die Meisterschaft hatte Klopp nach dem schlechtesten Saisonstart seit zehn Jahren für Liverpool schon abgehakt.

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