Münchens Trainer Julian Nagelsmann. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Matthias Balk/dpa)

Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann steht Forderungen aus der Politik nach einer 2G-Regelung für Profisportler in der sich verschärfenden Corona-Situation distanziert gegenüber.

«Ich weiß nicht, warum Profisportler jetzt eine Impfpflicht brauchen und andere nicht», sagte Nagelsmann nach der Niederlage der Bayern in der Fußball-Bundesliga beim FC Augsburg im Interview der ARD. Das sei nicht sein Thema.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte eine 2G-Regelung auch für Profis im Stadion ins Gespräch gebracht. Ungeimpfte Profis wie Bayerns Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich dürfen im Gegensatz zu Zuschauern ihren Beruf auch mit einem negativem Test im Stadion ausüben. Sportvorstand Hasan Salihamidzic sagte beim Streamingdienst DAZN, dass der FC Bayern den Corona-Beschlüssen der Politiker natürlich Folge leisten werde: «Wir werden es so machen, wie sie es entscheiden. Wir alle müssen die Gesetze akzeptieren.»

Derzeit gebe es aber keine Impfpflicht. «Die Haltung des Clubs und meine persönliche ist, dass wir alle uns impfen lassen sollten, weil es der einzige Weg raus aus der Pandemie ist. Ich habe es ja gemacht», sagte Ex-Profi Salihamidzic.

Beim Rekordmeister sind mehrere Profis nicht geimpft. Der 26 Jahre alte Kimmich fehlte den Münchnern beim 1:2 in Augsburg, weil er als Kontaktperson einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person aus seinem privaten Umfeld bereits ein zweites Mal in Quarantäne musste.

Kimmichs Ausfall wollte Nagelsmann nicht als Ausrede für die zweite Saisonniederlage gelten lassen. Das wäre ihm «zu plump», sagte der Trainer. Andere Vereine könnten «bei ein, zwei Ausfällen deutlich mehr jammern. Wir bei Bayern München sollten es nicht tun.»

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