Übernimmt ab sofort und «bis auf Weiteres» den Posten als Cheftrainer beim FC Erzgebirge Aue: Pavel Dotchev. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Der FC Erzgebirge Aue will mit einem Personalwechsel an der Führungsspitze der Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga doch noch die Wende schaffen.

Wie Präsident Helge Leonhardt bei einer digitalen Pressekonferenz bekanntgab, übernimmt Sportdirektor Pavel Dotchev ab sofort und «bis auf Weiteres» den Posten als Cheftrainer. Marc Hensel, der als Teamchef die Mannschaft zuletzt führte, wird als Co-Trainer weiterarbeiten und in der kommenden Woche mit dem Lehrgang für die Trainer-A-Lizenz beginnen.

«Uns ist absolut bewusst, in welcher Situation wir uns befinden, wir wollten nichts unversucht lassen», erklärte Dotchev. Es gehe darum, für die Mannschaft und auch nach außen ein Signal zu setzen. «Für niemanden hier ist das eine leichte Situation», betonte Dotchev. Der 56-Jährige trainierte Aue schon von Juni 2015 bis Februar 2017. Seit November vergangenen Jahres war er als Sportdirektor angestellt.

Der Erzgebirgsclub belegt mit 15 Punkten aus 23 Spielen den letzten Tabellenplatz. Auf den ersten Nichtabstiegsrang hat Aue einen Rückstand von zehn Zählern. Am Freitag (18.30 Uhr/Sky) müssen die Sachsen beim SC Paderborn antreten.

«Der Verein wird auf keinen Fall sterben», betonte Vereinsboss Leonhardt. Die Entscheidung für den Personalwechsel sei am Mittwoch getroffen worden, die Verantwortlichen erhoffen sich daraus eine kurzfristige positive Reaktion. Ob Dotchev sämtliche Saisonspiele als Cheftrainer absolviert, ist offen.

Der Clubboss bestätigte auch, dass sich der Verein «natürlich mit der professionellen Vorbereitung» auch auf die 3. Liga vorbereite. Er versprach aber: «Die Mannschaft wird mit erhobenem Haupt, mit viel Energie und mit Anstand die Saison zu Ende spielen.»

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