Der VfB Stuttgart hat sich zu dem Ordner-Einsatz gegen Gladbach-Fans geäußert. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marijan Murat/dpa)

Der VfB Stuttgart hat eingeräumt, dass bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Ordnern und Fans beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am 5. März «einzelne der eingesetzten Ordner unverhältnismäßig vorgegangen sind.»

Das sei auf Grundlage der Stellungnahme festgestellt worden, die der Fußball-Bundesligist von seinem Sicherheits-Dienstleister erhalten habe. Die Firma habe daraus bereits personelle Konsequenzen gezogen, teilte der VfB mit. Club und Sicherheitsfirma würden sich erneut «von der Gewalt, die in einem im Netz verbreiteten Video zu sehen ist», distanzieren.

Im Internet kursierten nach der Partie Aufnahmen, die prügelnde Stuttgarter Ordnungskräfte im Gladbacher Fanblock zeigen sollen. Die Polizei Stuttgart ist dabei, die Vorfälle, bei denen es mehrere Verletzte gegeben hatte, aufzuarbeiten. Dabei werden laut VfB «Zeugen und Beteiligte befragt und das vorliegende Material ausgewertet».

Der Club und sein Sicherheits-Dienstleister legen «Wert auf die Feststellung, dass die große Mehrheit der Ordner sich nach allen bisherigen Aussagen umsichtig und angemessen verhalten hat», teilte der VfB mit. «Ursache des Ordnereinsatzes waren Auseinandersetzungen innerhalb des Gladbacher Blocks. Dabei haben die eingesetzten Ordner zunächst vorbildlich deeskalierend eingegriffen.»

Die Firma zeige bei der Aufarbeitung der Vorkommnisse «ein Höchstmaß an Professionalität und Ernsthaftigkeit und kooperiert mit allen zuständigen Ansprechpartnern und Stellen». Alle so genannten mobilen Einsatzkräfte und Führungskräfte würden kurzfristig verpflichtend eine weitergehende Schulung zu Deeskalation und zum Umgang mit Konflikten erhalten. Darüber hinaus würden der VfB und die Sicherheitsfirma bereits Gespräche über einen gegenseitigen möglichen Täter-Opfer-Ausgleich zwischen Fans und betroffenen Ordnern führen.

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