Kritisiert die Stadiongröße bei der Frauen-EM in England: Die Isländerin Sara Björk Gunnarsdottir spielt beim VfL Wolfsburg. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa)

Die Organisatoren der Frauen-EM 2022 wehren sich gegen Kritik der isländischen Nationalspielerin Sara Björk Gunnarsdottir wegen zu kleiner Austragungsorte.

Die Mittelfeldspielerin hatte sich in dem Podcast «Their Pitch» darüber beschwert, dass Island zwei EM-Partien im Manchester City Academy Stadium bestreiten muss. Es sei «respektlos», dass ihr Team auf einem «Trainingsplatz» spielen müsse, sagte Gunnarsdottir.

Das Stadion mit 4700 Plätzen ist zwar der kleinste Austragungsort bei der EM, es sei aber kein Trainingsgelände, stellten die Organisatoren klar. «Es ist das offizielle Heimstadion des Manchester City Frauenfußball-Vereins», zitierte BBC Sport einen Sprecher. «Es wurde schon für Spiele der Champions League der Frauen genutzt und wird eine großartige Atmosphäre bieten, die einer Frauen-EM würdig ist.»

Gunnarsdottir sprach hingegen von einem «Rückschritt» und nannte es «peinlich», dass das Stadion für die EM ausgewählt wurde. «Schaut euch heutzutage Frauenfußball an, die füllen die Stadien», so der Lyon-Profi. «Man sieht es an Barcelona gegen Madrid, da haben 95.000 Menschen das Spiel gesehen. Die (Euro-Macher) sind nicht darauf vorbereitet, mehr als 4000 Karten dafür zu verkaufen.»

Nach BBC-Information sind acht Partien der Euro, die im 6. bis 31. Juli in England stattfindet, bereits ausverkauft. Darunter ist das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber England und Österreich, das in Manchesters Old Trafford ausgetragen wird. Die traditionsreiche Heimstätte von Manchester United fasst knapp 75.000 Zuschauer.

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