Rudi Völler, Geschäftsführer Sport bei Bayer Leverkusen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marius Becker/dpa)

Rudi Völler hat Verständnis für den Freiburger Protest gegen die Wertung der 1:4-Heimniederlage gegen den FC Bayern München geäußert und eine Lösung aus Italien ins Spiel gebracht.

«Man kann durchaus Verständnis aufbringen für diesen Schritt», schrieb der scheidende Geschäftsführer Sport von Bayer Leverkusen in einem Gastbeitrag für den «Kicker». «Es ist aber ebenso nachzuvollziehen, dass einige von diesem in der Außenwirkung doch gerne so alternativen Club etwas anderes erwartet haben.» Er sei sicher, «hätte es 1:1 gestanden, hätte niemand an einen Protest gedacht. Freiburg reagierte dennoch völlig legitim.» Der Tabellenführer hatte in der Partie am 2. April wegen eines Wechselfehlers vorübergehend zwölf Spieler auf dem Platz.

Völler regte an, in Deutschland die Möglichkeit zu schaffen, Spiele zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende spielen zu können. Er habe das bereits 2013 angeregt, als Stefan Kießling beim 2:1 von Leverkusen gegen Hoffenheim ein Tor zuerkannt wurde, das nicht hätte zählen dürfen, weil das Tornetz defekt war. «Wiederholung ab dem Zeitpunkt der einschneidenden Fehlentscheidung oder des Regelverstoßes – ich kenne diese Praxis aus Italien und halte sie für die am wenigsten schlechte Lösung in einem Fall, in dem es eine perfekte Lösung sowieso nicht gibt», schrieb Völler.

Regeltechnisch sei das in Deutschland noch immer nicht machbar, monierte Völler und forderte: «Die verkrusteten Strukturen und Regularien müssen aufgebrochen werden, um solche Situationen wie aktuell zu verhindern.»

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