Die ehemalige Nationalspielerin Inka Grings zählt die DFB-Frauen bei der EM in England zum erweiterten Favoritenkreis. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Roland Weihrauch/dpa)

Die zweimalige Europameisterin Inka Grings sieht die deutschen Fußballerinnen bei der EM in England als Mitfavorit, hat aber auch Bedenken. Die 43-Jährige bezeichnete die personelle Situation im Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg als «etwas kompliziert».

In einem auf der DFB-Homepage veröffentlichten Interview sagte sie: «Alex Popp hat lange nicht gespielt, Marina Hegering ebenfalls nicht. Dzsenifer Marozsan wird nach ihrem Kreuzbandriss leider gar nicht dabei sein können. Die Bundestrainerin wird das eine oder andere Rätsel lösen müssen.»

Kapitänin Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg, die nach einer langwierigen Knieverletzung erst im April ihr Comeback in der deutschen Auswahl gegeben hatte, musste wegen eines positiven Corona-Tests vergangene Woche im Trainingslager in Herzogenaurach isoliert werden. Hegering vom FC Bayern München ist eigentlich Abwehrchefin beim Rekord-Europameister, fehlte aber fast die komplette Rückrunde. Dzsenifer Maroszan (Olympique Lyon) hatte ihre EM-Teilnahme schon länger abgesagt.

«Deutschland zählt ganz sicher zum erweiterten Favoritenkreis. Aber auch hier ist schon in der Gruppe eine gute Leistung nötig, um weiter zu kommen. Spanien, Dänemark und Finnland sind echte Aufgaben, die gelöst werden müssen», sagte Grings. Sie sei grundsätzlich sehr zuversichtlich, dass Deutschland weit kommt. Für die DFB-Frauen beginnt die EM mit dem ersten Vorrundenspiel gegen Dänemark am 8. Juli.

Grings war beim EM-Triumph 2005 und 2009 auch Torschützenkönigin. Die 96-fache Nationalspielerin holte in der abgelaufenen Saison in der Schweiz als Trainerin der Frauen des FC Zürich das Double.

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