Dortmunds Anthony Modeste (l) setzt sich gegen Herthas Marc Oliver Kempf durch und erzielt per Kopf das 1:0. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Soeren Stache/dpa)

Auf einen Angreifer in den eigenen Reihen wie Anthony Modeste muss sich Borussia Dortmund erst selbst noch einstellen.

«Wir haben in den letzten Jahren nie diesen einen Zielspieler in der Box gehabt», erklärte Trainer Edin Terzic. «Das ist neu für uns», sagte der Coach des deutschen Fußball-Vizemeisters nach dem 1:0 des BVB bei Hertha BSC dank des Treffers des Neuzugangs nach einer guten halben Stunde im Berliner Olympiastadion.

Die Westfalen holten Modeste vom 1. FC Köln als Ersatz für Sébastien Haller, der nach seinem Wechsel von Ajax Amsterdam wegen einer Hodenkrebserkrankung nicht zur Verfügung steht. Im dritten Ligaspiel für den BVB erzielte der 34 Jahre alte Franzose Modeste sein Debüt-Tor für die Dortmunder. «Es hat etwas gedauert. Am Ende war es ein wichtiges Tor», sagte er selbst. Für Terzic war das Kopfballtor erst der Anfang. «Es wird ein bisschen Zeit brauchen, diese Waffe für uns einzusetzen», meinte er aber auch.

Die Spielweise der Borussen dürfte sich dem weiter anpassen. Schon gegen die weiter sieglosen Herthaner versuchten es die BVB-Profis zunehmend mit Flanken von den Flügeln. «Wir haben versucht, den Toni mehr in Szene zu setzen. Da hat er seine Qualitäten. Das hat man ja beim Tor gesehen. Das macht er unglaublich», sagte Tor-Vorbereiter Salih Özcan.

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