Dortmunds Coach Edin Terzic beim Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Sevilla. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marco Steinbrenner/dpa)

Der Dortmunder Trainer Edin Terzic schließt nicht aus, künftig schon in der Startelf auf die Doppelspitze Youssoufa Moukoko und Anthony Modeste zu setzen. «Warum nicht? Wir wollen uns alle Optionen offen halten. Wichtig ist einfach, dass wir ein gutes Gefühl haben, dass es auch funktionieren kann», sagte der 39 Jahre alte Coach vor dem Champions-League-Spiel des Fußball-Bundesligisten am heutigen Dienstag (21 Uhr/Amazon Prime Video) vor heimischer Kulisse gegen den FC Sevilla. 

Beim 2:2 im Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern München hatte der in 70. Minute eingewechselte Modeste das 1:2 durch Moukoko vorbereitet und per Kopf für den Ausgleich in der Schlussminute gesorgt. «Dass die beiden nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz sehr gut harmonieren, haben sie am Samstag eindrucksvoll demonstriert», kommentierte Terzic.

Der als Ersatz für den an einem Tumor erkrankten Sébastien Haller in der Sommerpause verpflichtete 34 Jahre alte Modeste hatte nach enttäuschenden Vorstellungen seinen Stammplatz zuletzt an den halb so alten Moukoko verloren und galt vielen Fans bereits als Fehleinkauf. Nach seinem befreienden Erfolgserlebnis gegen die Bayern hält es auch der ehemalige Kölner für «eine Option», künftig an der Seite des Youngsters zu stürmen. Trotz der Konkurrenzsituation pflegen beide Profis ein freundschaftliches Verhältnis. «Ich freue mich auch für Mouki, dass er getroffen hat. Ich bin quasi sein Vater», sagte Modeste.

Es gilt als Verdienst von Terzic, beide Angreifer trotz zwischenzeitlicher Verbannung auf die Ersatzbank bei Laune gehalten zu haben. Nicht nur deshalb fand Nationalspieler Niklas Süle lobende Worte für den in Menden geborenen ehemaligen BVB-Jugendtrainer und -Scout. «Ich hatte noch nie einen Trainer, der so gebunden ist an einen Verein. Er ist ein Dortmunder Junge. Wir merken als Mannschaft jeden Tag, dass es ihm unglaublich viel Spaß macht, für seinen Kindheitsverein arbeiten zu können, uns mitzunehmen und überragende Kabinenansprachen zu halten», schwärmte der ehemalige Bayern-Profi. 

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