Eigentlich soll es Lionel Messis letzte WM werden - oder doch nicht? (Urheber/Quelle/Verbreiter: Natacha Pisarenko/AP/dpa)

Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni will sich offensichtlich noch nicht ganz mit der Aussicht abfinden, dass Weltmeisterschaften künftig ohne Lionel Messi stattfinden.

Der 35 Jahre alte Fußball-Superstar hatte unlängst angekündigt, dass die kommende WM seine letzte sein werde. Dem Sender CNN Radio Argentina sagte Scaloni nun: «Es kann sein, dass es die letzte ist, ich hoffe nicht.» 

Scaloni: Messi macht Menschen glücklich

Messi sei glücklich, wenn er auf dem Platz stehe, und Messi mache wiederum viele Menschen glücklich, betonte Scaloni, der Messi in der Nationalmannschaft seit dem Sommer 2018 trainiert. Er hatte den Posten nach der komplett verkorksten WM für die Argentinier in Russland übernommen.

Die Albiceleste war damals mit Messi im Achtelfinale am späteren WM-Gewinner Frankreich gescheitert. Im vergangenen Jahr holte Messi unter Scaloni dann seinen ersten großen Titel mit der Copa América. Vor ihrem letzten Testspiel am 16. November gegen die Vereinigten Arabischen Emirate sind die Argentinier seit 35 Spielen ungeschlagen. Zwei Partien fehlen noch, um den Rekord Italiens einzustellen.

Wenn sie sich um Messi kümmern und ihn so tragen würden, wie sie müssten, «könnte es möglicherweise mehr Spiele für ihn geben», meinte Scaloni: «Weil die Fußballwelt danach verlangt.»

Messis erste WM 2006 in Deutschland

Messi, der seine erste WM 2006 in Deutschland mit Argentinien bestritt, hatte jüngst allerdings beim Fernsehsender Star+ gesagt: «Ob das meine letzte WM ist? Ja, ganz sicher.» Er würde die Tage bis zur WM zählen: «Ich möchte, dass es jetzt losgeht und denke schon darüber nach, was passieren und wie es für uns laufen wird, weil es die letzte sein wird.» Allein dreimal scheiterte der mittlerweile für Paris Saint-Germain spielende Superstar mit Argentinien an Deutschland, 2006 und 2010 im Viertelfinale, 2014 im Finale von Brasilien.

In Katar geht es für die Südamerikaner los mit der Partie gegen Saudi-Arabien am 22. November. Vier Tage später heißt der Gegner Mexiko, im letzten Gruppenspiel trifft Argentinien am 30. November mit dem mehrfachen Weltfußballer Messi auf Polen mit dem Weltfußballer des vergangenen Jahres, Robert Lewandowski.

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