Fans von Union Berlin dürfen die Stadt Leuven beim Auswärtsspiel gegen Royale Union Saint-Gilloise nicht betreten. (Symbolbild) (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andreas Gora/dpa)

Das Betretungsverbot der Stadt Leuven für deutsche Fans vor dem entscheidenden Europa-League-Spiel von Union Berlin bei Royale Union Saint-Gilloise in Belgien bleibt nach Angaben des Clubs bestehen. Die Klage der Eisernen wurde abgewiesen.

Entgegen der Auffassung des belgischen Generalanwalts habe das Gericht eine Gefahr für die öffentliche Ordnung als gegeben angesehen, teilte Union mit. Die Stadt habe daher zulässigerweise darauf reagiert, zudem sei die Anordnung aus Sicht des Gerichts verhältnismäßig.

Die Eisernen spielen am Abend (21.00 Uhr/RTL+) in der Stadt um den Einzug in die K.o.-Runde der Europa League. Wegen verschiedener Verfehlungen einiger Anhänger beim Europa-League-Spiel gegen Malmö FF durfte Union keine Auswärtstickets für das Spiel vergeben. Diese Strafe der UEFA hatte der Club akzeptiert.

Das belgische Leuven hatte jedoch am Dienstag gegen Anhänger der Berliner ein Betretungsverbot ausgesprochen. Mit Erlass des Bürgermeisters der Stadt bei Brüssel wurde das Verbot für Leuven und Umgebung verhängt, um eine mögliche Anreise von Union-Anhängern ohne Tickets zu unterbinden, wie Union am Dienstag mitteilte. Die Behörden drohten mit Festnahmen. Gemeinsam mit drei Union-Anhängern klagte der Club im Eilverfahren beim belgischen Staatsrat auf Außerkraftsetzung des Verbotes eingereicht.

Trotz des Verbots waren Fans der Eisernen in der Stadt. Über Festnahmen wurde zunächst nichts bekannt.

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