Laut Jens Lehmann hätte Hertha den argentinischen Weltmeister-Torhüter Emiliano Martinez verpflichten können. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sven Hoppe/dpa)

Eineinhalb Jahre nach seinem unfreiwilligen Abgang als Aufsichtsratsmitglied bei Hertha BSC hat der frühere deutsche Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann dem Berliner Club vorgeworfen, eine mögliche Verpflichtung von Weltmeister-Torhüter Emiliano Martinez verpasst zu haben.

Er kenne den Argentinier aus seiner Zeit beim FC Arsenal sehr gut, sagte Lehmann dem TV-Sender Sky: «Irgendwann hat er mich angerufen, weil er zu einem neuen Verein wollte. Ich war damals in einem Gremium bei der Hertha tätig und habe ihnen nahegelegt: ‚Schaut ihn euch an, er ist gut und ihr könnt ihn für wenig Geld haben.‘ Das haben sie nicht gemacht.»

So billig, wie Lehmann behauptet, war Martinez aber offenbar nicht. Im Sommer 2020 wechselte der Keeper für eine Ablösesumme von schätzungsweise 21,5 Millionen Euro zum Premier-League-Club Aston Villa, wo er seitdem Stammtorwart ist.

Lehmann hatte Anfang Mai 2021 den Berliner Aufsichtsrat verlassen müssen, nachdem er mit einer rassistischen Nachricht an den Ex-Profifußballer und Sky-Experten Dennis Aogo für einen Skandal gesorgt hatte. Lehmann hatte sich später für die Nachricht entschuldigt.

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