Leitete die Partie Köln gegen Leipzig: Schiedsrichter Martin Petersen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Soeren Stache/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa)

Das Schiedsrichtergespann um Martin Petersen hat die Schmähplakate gegen RB-Sportchef Max Eberl im Kölner Stadion am Samstag nicht erkennen können.

Dies erklärte der Stuttgarter Referee, der die Bundesligapartie zwischen dem 1. FC Köln und RB Leipzig geleitet hatte, in der «Bild». «Wir haben zwar wahrgenommen, dass Plakate gezeigt wurden, konnten aber vom Spielfeld nicht lesen, was dort geschrieben war», sagte der 37-Jährige. «Das Spiel war so intensiv, dass wir unseren Fokus komplett auf der Spielleitung hatten. Ansonsten hätten wir sicherlich über Maßnahmen nachgedacht und diese wohl auch in die Wege geleitet», sagte Petersen, der die Vorfälle aber im Spielbericht notierte.

Sportanwalt Christoph Schickhardt wunderte sich, dass dies nicht im weiteren Umfeld wahrgenommen wurde. «Der vierte Schiedsrichter oder ein DFB-Beobachter auf der Tribüne müssen solche Plakate erkennen und reagieren. Es darf kein Spiel unter Hass-Parolen fortgesetzt werden», sagte der Jurist der Zeitung. Im schlimmsten Fall hätte die Partie abgebrochen werden können.

Der langjährige Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach Eberl war am Samstag auf Plakaten im Zusammenhang mit seiner früheren Burnout-Erkrankung von Zuschauern beleidigt worden.

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