Inters Marcus Thuram (l) und Milans Malick Thiaw im Kampf um den Ball. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Antonio Calanni/AP/dpa)

Der deutsche Nationalspieler Malick Thiaw erlebte beim Mailänder Stadtderby in der italienischen Serie A einen Abend zum Vergessen.

Der Innenverteidiger der AC Mailand enttäuschte beim 1:5 im San Siro gegen Inter wie viele seiner Teamkollegen auch und stand hinterher heftig in der Kritik. Die Zeitung «Gazzetta dello Sport» schrieb von einer «Albtraum-Verteidigung», in der der ehemalige Wolfsburger Simon Kjaer «nicht überzeugt» habe und Thiaw gar der «Horror» gewesen sei. Auch, wenn er «nach wie vor die Zukunft» sei.

Der Ex-Schalker Thiaw sah vor allem bei den ersten beiden Gegentreffern schlecht aus. Vor dem 0:1 (5.) durch den früheren Dortmunder Henrich Mchitarjan verlor der 22-Jährige an der Außenseite den Zweikampf gegen den Ex-Gladbacher Marcus Thuram, dem er eine halbe Stunde später bei dessen Traumtor zu viel Platz ließ. Mchitarjan (69.), Hakan Calhanoglu (79./Foulelfmeter), einst in Hamburg und Leverkusen aktiv, und Davide Frattesi (90.+3) sorgten für Inters höchsten Derbysieg seit 49 Jahren. Rafael Leão (57.) erzielte das zwischenzeitliche 1:2 aus Sicht von Milan.

Milans Trainer Stefano Pioli nannte bei seiner Kritik nach dem Spiel keine Namen. «Man muss sagen, dass wir nachlässig waren», sagte er allgemein gehalten: «Das Derby zu verlieren, tut weh.»

An Thiaw konnten sich die Rossoneri diesmal nicht aufbauen. Dabei wollte der Abwehrspieler, der vor einem Jahr von Schalke zu Milan gewechselt war und sich dort nach Anlaufschwierigkeiten einen Stammplatz erkämpft hat, «noch mehr reden» und «auch ein Leader sein», wie er kürzlich dem «Kicker» gesagt hatte.

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