Der DFB will bei VAR-Entscheidungen für mehr Transparenz sorgen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Arne Dedert/dpa)

Der Deutsche Fußball-Bund will mehr Transparenz bei umstrittenen Entscheidungen in Bundesligaspielen schaffen und die Kommunikation zwischen den Schiedsrichtern und den Video-Assistenten (VAR) teilweise öffentlich machen.

«Es soll ein VAR-Erklärformat geben. Wie die konkrete Form sein wird, wo es abzurufen ist, was den Turnus angeht, kann noch nicht gesagt werden», erklärte Alex Feuerherdt, Mediensprecher der DFB Schiri GmbH, auf dpa-Anfrage. Auch der genaue Zeitpunkt, wann damit gestartet werde, stehe nicht fest.

«Wir sind aber in intensiven Gesprächen und der Planung und sind zuversichtlich, dass wir das noch in dieser laufenden Saison hinbekommen», sagte er. «Es wird ein Format sein, bei dem auch der Funk zu bestimmten Spielszenen zu hören sein wird.»

Auch Durchsagen zu VAR-Entscheidungen in Stadien, wie es sie bei der Frauen-WM in Australien oder bei der Club-WM gegeben habe, seien in der Bundesliga denkbar. Dazu brauche es aber eine Genehmigung des Weltverbandes FIFA und ein generelles Einverständnis der Regelhüter im International Football Association Board (IFAB). Derzeit laufe noch die Phase eines Feldversuches der FIFA.

Aberkanntes Liverpool-Tor löst Diskussionen aus

«Ob die FIFA die Genehmigung geben wird, wissen wir nicht, aber es ist sicherlich denkbar», sagte Feuerherdt. «Sollte so eine Möglichkeit in den Raum gestellt werden, ist es für uns vorstellbar, dass wir uns beteiligen.» Nach Einschätzung des DFB nach den Beobachtungen bei der Frauen-WM habe es positive Aspekte gegeben, wie die gesteigerte Transparenz in den Stadien: «Uns ist alles lieb und recht, was die Transparenz für die Leute im Stadion verbessert.»

Auslöser der Diskussion über mehr Transparenz bei den VAR-Entscheidungen war ein zu Unrecht wegen Abseits aberkanntes Tor für den FC Liverpool beim 1:2 bei Tottenham Hotspur in der Premier League vor fast zwei Wochen. Der zuständige Schiedsrichter-Verband PGMOL räumte danach ein, es habe sich um eine «erhebliche menschliche Fehlentscheidung» gehandelt.

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