Stuttgarts Serhou Guirassy schießt den VfB mit seinen drei Treffern gegen Wolfsburg an die Tabellenspitze. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christoph Schmidt/dpa)

Dank eines Dreierpacks von Topstürmer Serhou Guirassy ist der VfB Stuttgart zumindest für eine Nacht Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Die Schwaben bezwangen am Samstag den VfL Wolfsburg mit 3:1 (0:1) und holten sich am siebten Spieltag schon den sechsten Sieg. Zweiter ist vorerst Borussia Dortmund nach einem 4:2 (1:2) gegen den 1. FC Union Berlin, der die siebte Pflichtspielpleite in Serie kassierte. Einen Dämpfer setzte es für RB Leipzig, das beim 0:0 gegen den VfL Bochum zwei Elfmeter verschoss. Dadurch zog die TSG 1899 Hoffenheim vorbei, die bei Werder Bremen 3:2 (2:1) gewann. Beim FC Augsburg wird es nach dem 1:2 (0:0) gegen den SV Darmstadt 98 für Trainer Enrico Maaßen eng.

Bereits am Freitag hatte Borussia Mönchengladbach erst spät ein 2:2 (1:1) gegen den FSV Mainz 05 gerettet. Am Sonntag kann Bayer Leverkusen im Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln die Stuttgarter wieder von der Spitze verdrängen. Der FC Bayern empfängt den SC Freiburg, kann aber höchstens bis auf einen Zähler an die Stuttgarter rankommen. 

Rekordjäger Guirassy

Beim VfB Stuttgart dauerte es eine Weile bis zur nächsten großen Guirassy-Show. Yannick Gerhardt (34.) brachte die Wolfsburger verdient in Führung. Dann aber drehte der Top-Torjäger der Liga im Alleingang die Partie, für Guirassy waren es die Saisontreffer 11 bis 13 (67./Foulelfmeter/78./82.).

Beim Duell der Champions-League-Starter in Dortmund sorgte in Halbzeit eins erneut der Videobeweis für Debatten. Gleich drei Szenen wurden überprüft, je ein Tor beider Mannschaften wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung aberkannt und ein Strafstoß verhängt. Nach Niclas Füllkrugs schnellem Führungstor (7. Minute) glich Robin Gosens (9.) postwendend für Union aus. Nach einer halben Stunde verursachte Nationalmannschafts-Rückkehrer Mats Hummels einen Foulelfmeter, den Leonardo Bonucci sicher verwandelte.

Schlotterbeck und Brandt drehen Partie

Nico Schlotterbeck, der im ersten Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann fehlt, brachte den BVB kurz nach der Pause per Fernschuss-Tor zurück ins Spiel (49.). Kurz darauf schloss Julian Brandt einen tollen Konter eiskalt zum 3:2 ab (53.). Für die Entscheidung sorgte der Ex-Berliner Julian Ryerson (71.).

Ziemlich viel Mühe hatten die im Abschluss zu harmlosen Leipziger mit den diesmal defensiv verbesserten Bochumern. Zudem hielt VfL-Torwart Manuel Riemann gleich zwei schwach geschossene Elfmeter von Xavi Simons (27.) und Emil Forsberg (61.). 

Lucky Punch durch Bülter

In Bremen schossen Maximilian Beier (8. Minute), Grischa Prömel (29.) und Marius Bülter (90.+2) den Hoffenheimer Sieg heraus, für Werder konnten Romano Schmid (17.) und Jens Stage (90.+1) zweimal ausgleichen. Die Bremer, die drei ihrer letzten vier Spiele verloren, stecken damit im Tabellenkeller fest.

Der erste Auswärtssieg der Saison gelang dem Aufsteiger aus Darmstadt bei sehr schwachen Augsburgern. Tim Skarke (52.) und Tobias Kempe per Foulelfmeter (70.) trafen für die Gäste und befeuerten damit die Trainerdebatte beim FCA. Das Anschlusstor von Ermedin Demirovic (85.) kam zu spät.

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