Donyell Malen (M) erzielte zwei Treffer für Borussia Dortmund. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Bernd Thissen/dpa)

Diesmal gab es wirklich keinen Grund zur Klage. Der souveräne 3:0 (2:0)-Erfolg über Freiburg stellte alle Dortmunder zufrieden und versöhnte die Fans für die Nullnummer eine Woche zuvor in Heidenheim. Mit sichtlicher Freude ließen sich die hüpfenden Profis vor der Südtribüne feiern.

«Wir hatten von Beginn an die richtige Intensität und haben im richtigen Moment getroffen», sagte Dortmunds Doppelpacker Donyell Malen bei DAZN. Der andere Torschütze, Geburtstagskind Niclas Füllkrug, bemerkte: «Ich habe mir heute zum Geburtstag einen Sieg gewünscht, vielleicht ein kleines Törchen war heimlich auch dabei.» Offensiv habe der BVB oft «die richtigen Füße gefunden, oft den sauberen Pass gespielt», sagte der Nationalstürmer.

Dank Toren von Malen (16. Minute/45.+7) und Füllkrug (87.) vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park festigte der BVB den vierten Tabellenplatz und holte aus den vergangenen fünf Ligaspielen 13 Punkte. Nach Fan-Protesten war die Partie in beiden Halbzeiten für einige Minuten unterbrochen.

Malen sorgt für die Führung

Der BVB habe eben eine «hohe Qualität», stellte SC-Spielmacher Vincenzo Grifo ernüchternd fest: «In Dortmund musst du sehr effizient sein, du musst deine Chancen nutzen, die du hast. Und das haben wir dann nicht geschafft.» Für die Freiburger hält das lange Warten auf das erste Erfolgserlebnis in Dortmund seit 2001 an. Seit 16 Partien gab es für den aktuellen Tabellensiebten keinen Sieg beim BVB.

Dortmunds Coach Edin Terzic hatte die Genesung mehrerer Profis zum Umbau des Teams genutzt. Die im Vergleich zum Heidenheim-Spiel auf vier Positionen veränderte Startelf fand besser in die Partie. Schon bei einem von SC-Torhüter Noah Atubolu gehaltenen Fallrückzieher war Malen (13.) der Führung nahe. Drei Minuten später machte es der Niederländer besser. Nach Zuspiel von Füllkrug beförderte er den Ball mit Wucht und Präzision rechts oben in das Freiburger Tor.

Trotz des frühen Rückstandes traten die Gäste jedoch nicht so passiv auf wie in den vergangenen Jahren bei Gastspielen in Dortmund. Wirklich torgefährlich wurde sie dennoch nicht. Nur bei einem Kopfball von Angreifer Michael Gregoritsch (21.) war BVB-Schlussmann Gregor Kobel gefordert.

Dortmund auch nach der Pause spielbestimmend

Auch eine zehnminütige Spielunterbrechung änderte wenig an den Kräfteverhältnissen. Aus Protest gegen den von der Deutschen Fußball Liga (DFL) angestrebten Investoren-Einstieg warfen BVB-Fans von der Südtribüne Tennisbälle und Schokotaler auf den Rasen. 

Beim Restart der Partie waren die Dortmunder schneller zurück auf Betriebstemperatur. Ein sehenswerter Konter ebnete den Weg zur 2:0-Führung. Erneut machte sich Torjäger Füllkrug als Zuspieler verdient, als er Malen mustergültig den Ball in den Lauf spielte. Der schnelle Außenstürmer traf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zur beruhigenden Pausenführung seines Teams.

Auch nach Wiederanpfiff blieb der BVB spielbestimmend. Zwei Glanzparaden von SC-Torhüter Atubolu bei Schüssen von Jamie Bynoe-Gittens (46.) und Füllkrug (53.) verhinderten einen weiteren Dortmunder Treffer. Auch bei einem Kopfball von Rückkehrer Marco Reus (71.) war der Torwart zur Stelle. Bei einem Schuss von Neuzugang Ian Maatsen an den Außenpfosten zwei Minuten später stand ihm das Glück zu Seite.

Dass Reus in der 75. Minute eine weitere Chance ungenutzt ließ und das Tor mit einem Schuss aus zwölf Metern knapp verfehlte, konnte die Borussia an diesem Abend verschmerzen. Der verdiente Sieg geriet in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr.

Von Heinz Büse, dpa

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