RB-Trainer Marco Rose verteidigte Xavi Simons gegen Kritik des Nationaltrainers. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jan Woitas/dpa)

Marco Rose hat seinen Schützling Xavi Simons gegen die Kritik des niederländischen Bondscoach Ronald Koeman verteidigt. «Ich habe mit Xavi gesprochen und geschrieben. Er ist sein Nationaltrainer und mein Rat war, auf den Trainer zu hören, die Dinge anzunehmen», sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig. «Aber es muss auch erlaubt sein, dass wir in Leipzig die Dinge ein bisschen anders sehen.»

Koeman hatte Simons nach dem 4:0 gegen Schottland öffentlich kritisiert und dem 20-Jährigen vorgeworfen, zu viele Ballverluste verursacht zu haben. «Er muss langsam die Erfahrung machen, dass wir in den Niederlanden nicht davon profitieren, den Ball zu verlieren», sagte Koeman. Im folgenden Spiel in Deutschland wurde Simons erst in der Schlussphase eingewechselt. In 13 Spielen für die Elftal verbuchte das Top-Talent noch keinen Scorer-Punkt.

Simons mit bislang neun Toren und 13 Vorlagen

Nach Ansicht von Rose liege dies nicht nur allein am Spieler. «Ich kann wiederum nur den Rat in die Niederlande geben, zu versuchen, Xavi in eine Rolle zu bringen, wo er seine offensichtlichen Qualitäten zeigen kann», sagte der 47-Jährige. Diese habe Simons nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der Champions League schon unter Beweis gestellt. In wettbewerbsübergreifend 36 Pflichtspielen verzeichnete der Offensivspieler bisher neun Tore und 13 Vorlagen.

Rose betonte, dass man auch in Leipzig mit Simons darüber rede, was er noch verbessern könne. «Und er nimmt es an. Ich glaube, Xavi ist der Letzte, der dazu nicht bereit ist», sagte der Coach. In der Vergangenheit hatte Rose stets von Simons Bodenständigkeit und Lernwilligkeit geschwärmt: «Sein Profil ist außergewöhnlich. Er ist nie zufrieden, er will immer mehr. Er ist schon ein geiler Junge.»

Aktuell ist Simons ohne Kaufoption von Paris Saint-Germain an Leipzig verliehen. Es deutet vieles darauf hin, dass der Niederländer im Sommer zurück in die französische Hauptstadt gehen wird.

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