Julian Nagelsmann: «Gegen Kylian Mbappé tun sich viele schwer, auch mit 200 Champions-League-Spielen. Der hat einen extremen Antritt». (Urheber/Quelle/Verbreiter: Arne Dedert/dpa)

Die Startelf von Bundestrainer Julian Nagelsmann für den ersten großen Länderspiel-Test der Fußball-Nationalmannschaft im EM-Jahr gegen Frankreich zeichnet sich im Endspurt der Vorbereitung klar ab.

Beim letzten Training vor der Abreise nach Lyon übten die noch 23 Akteure auf dem Frankfurter DFB-Campus in zwei Gruppen. Aufschlussreich war dabei die Einteilung der jeweils zehn Feldspieler.  

DFB-Neuling aus Stuttgart

Daraus lässt sich schließen, dass vor Marc-André ter Stegen, der den verletzt abgereisten Bayern-Profi Manuel Neuer am Samstagabend (21.00 Uhr/ZDF) laut Nagelsmann im Tor ersetzen wird, Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Antonio Rüdiger und der Stuttgarter Neuling Maximilian Mittelstädt die Abwehrreihe bilden werden. Neben DFB-Rückkehrer Toni Kroos scheint der Leverkusener Robert Andrich im defensiven Mittelfeld vorgesehen zu sein.

Die Offensivformation bildet Kapitän Ilkay Gündogan mit den beiden Jungstars Florian Wirtz und Jamal Musiala sowie Kai Havertz als Angriffsspitze. Diese zehn Spieler bildeten mit den Torleuten ter Stegen und Bernd Leno die zweite Trainingsgruppe. Startelf-Kandidaten wie Dortmunds Torjäger Niclas Füllkrug, Bayern-Routinier Thomas Müller oder auch der neben Kroos denkbare Brighton-Profi Groß gehörten zur anderen Zehner-Gruppe mit den Akteuren, die eher in der Herausforderer-Rolle sind.

Fokus auf Frankreichs Topstar

Nagelsmann weiß, dass das Auswärtsspiel in Lyon gegen den EM-Favoriten Frankreich um Topstürmer Kylian Mbappé eine besondere Herausforderung wird. «Klar hat Frankreich eine Top-Mannschaft. Von der Dichte des Kaders haben sie vielleicht schon auf allen Positionen die beste Mannschaft», sagte der Bundestrainer. 

Von seinem Team fordert er, die Niederlagen zum Jahresabschluss 2023 abzuhaken und einen Siegeswillen für das Heimturnier im Sommer zu entwickeln. «Man muss es akzeptieren, auch mal zu verlieren. Aber wenn man anfängt, verlieren zu können, dann kannst du es vergessen», sagte Nagelsmann mit Blick auf den von ihm angestrebten maximalen Erfolg. «Akzeptieren, dass man mal verliert, aber nicht verlieren können. Was soll man da können?»

Von