Nach Meinung von DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat das Nationalteam viel Qualität. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Trotz enttäuschender Ergebnisse bei den zurückliegenden Großturnieren ist DFB-Sportdirektor Rudi Völler optimistisch, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft eine erfolgreiche Heim-EM spielen wird.

Ein «Top Bundestrainer» und «junge Talente» sowie «viel Qualität im vorderen Bereich und Mittelfeld» stimmten den 63-Jährigen optimistisch, wie er bei einem gemeinsamen Medientermin mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Turnierchef Philipp Lahm und Turnierbotschafterin Celia Sasic sagte. «Mit fußballerischer Eleganz, mit Kampfgeist und Willen wollen wir das Volk hinter uns bekommen», fügte Völler 100 Tage vor EM-Beginn an.

Für die deutsche Nationalmannschaft geht es nach drei verpatzten Turnieren darum, mit Bundestrainer Julian Nagelsmann Erfolge zu feiern. Den Auftakt macht die DFB-Auswahl im Eröffnungsspiel in München am 14. Juni gegen Schottland. «Wir wollen gegen Schottland so auftreten, wie ganz Deutschland sich das erhofft. Wir wollen ab dem ersten Spiel eine Euphorie erzeugen», kündigte Völler an.

Es folgen die Gruppenpartien gegen Ungarn in Stuttgart (19. Juni) und am 23. Juni in Frankfurt/Main gegen die Schweiz. «Unterschätzen dürfen wir ohnehin keinen mehr. Die Zeiten sind vorbei», sagte Völler mit Blick auf die zurückliegenden Ergebnisse des Nationalteams und fügte an: «Das haben wir aber auch nie gemacht».

Völler: Bundestrainer hat sich Gedanken gemacht

Verbesserungspotenzial sieht Völler in der Defensive. «Da müssen wir stabiler werden. Der Bundestrainer hat sich seine Gedanken gemacht bei seiner Nominierung», sagte der DFB-Sportdirektor, ohne Details zu nennen. Nagelsmann will am 14. März seinen Kader für die Testspiele bekanntgeben.

Gespielt wird die Heim-EM in Berlin, Hamburg, Leipzig, Dortmund, München, Frankfurt, Gelsenkirchen, Düsseldorf, Köln und Stuttgart. Das Olympiastadion in der Hauptstadt ist für alle 24 Teilnehmer das Ziel der Träume – am 14. Juli wird hier das Finale gespielt.

Nach dem Willen der Organisatoren um den früheren Weltmeister Lahm soll die EM zum zweiten Sommermärchen nach der WM 2006 werden. «Natürlich ist es hilfreich, wenn es eine deutsche Mannschaft gibt, die als Team auftritt, mit der sich der Fan identifizieren kann. Wenn die Begeisterung von den Spielern auf die Zuschauer überschwappt und umgekehrt, kann das eine Mannschaft beflügeln», sagte Lahm.

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