DFB-Direktor Oliver Bierhoff weiß, dass die Bezeichnung «Die Mannschaft» polarisiert. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Daniel Löb/dpa)

In der Debatte um den umstrittenen Begriff «Die Mannschaft» für die deutsche Fußball-Auswahl hat DFB-Direktor Oliver Bierhoff eine Entscheidung gefordert, «die danach intern nicht mehr zur Diskussion gestellt wird». Das sagte der 54-Jährige im Interview der «Welt am Sonntag».

Man wisse, dass die Bezeichnung polarisiere, meinte der Europameister von 1996. Aber «Die Mannschaft» sei kein von ihm geprägter Begriff, man werde so auf der ganzen Welt genannt. Es sei ein Wert des DFB, der seiner wichtigsten Mannschaft. «Das Präsidium wird zeitnah über diesen Begriff diskutieren. Die Diskussion sollte aber nicht emotional, sondern sachlich geführt werden», sagte Bierhoff. «Gibt es gute Argumente gegen diese Bezeichnung. Oder nur das berühmte Bauchgefühl?»

Unter anderen Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte sich für eine Abschaffung der Bezeichnung ausgesprochen. Watzke ist Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga und gehört daher auch dem DFB-Präsidium an. Für eine Abschaffung hatte zuletzt auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus plädiert. Der 61-Jährige sagte der «Bild», dass «Die Mannschaft» normal für eine Einheit stehe. «Das war Deutschland zuletzt weder auf dem Platz bei den enttäuschenden Turnier-Auftritten noch im Verband. Es werden nun auf allen Ebenen neue Wege beschritten. Deswegen wäre es gut, einen neuen Namen zu erfinden, Frische reinzubringen.»

Von