Trat bei Werder nach der Impfpass-Affäre zurück: Markus Anfang. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Armin Weigel/dpa)

Der wegen seiner Impfpass-Affäre zurückgetretene Ex-Trainer Markus Anfang hat nach eigener Einschätzung ebenfalls einen Anteil am Bundesliga-Aufstieg von Werder Bremen.

«Wenn man ein Teil der Saison war, dann ist man am Ende vielleicht auch ein Teil von dem, was dabei herausgekommen ist», sagte der 47-Jährige in einem Interview des Multimedia-Projekts «Deichstube». Den Großteil des Erfolgs hätten sein Nachfolger Ole Werner und dessen Co-Trainer Patrick Kohlmann zu verantworten. Aber er habe «den Kader mitgestaltet. Und die Tatsache, dass im Winter nichts verändert wurde, zeigt doch, dass wir ganz gut gelegen haben», sagte Anfang.

Rücktritt nach Impfpass-Affäre

Der frühere Bundesliga-Profi trat im November als Werder-Trainer zurück, nachdem die Staatsanwaltschaft gegen ihn und seinen Co-Trainer Florian Junge Ermittlungen wegen der Nutzung gefälschter Impfausweise eingeleitet hatte. Das Amtsgericht Bremen verurteilte Anfang später zu einer Geldstrafe von insgesamt 36.000 Euro, das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sperrte ihn als Trainer für ein Jahr und setzt diese Strafe ab dem 10. Juni zur Bewährung aus.

Anfang möchte so schnell wie möglich wieder als Trainer arbeiten. Erste Gespräche mit potenziellen neuen Arbeitgebern habe er «sogar recht zeitnah nach meinem Rücktritt» schon geführt. «Wenn man so viel Leidenschaft hat wie ich und wenn man sieht, wie die letzten Stationen meiner Karriere sportlich gelaufen sind, dann war das nicht so verkehrt von mir als Trainer», sagte der frühere Coach von Holstein Kiel, dem 1. FC Köln und Darmstadt 98.

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