Die Nationalmannschaft und der DFB haben sich auf die Höhe der Prämien bei der WM in Katar geeinigt. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jan Woitas/dpa)

Der Gewinn des fünften WM-Titels beim bevorstehenden Turnier in Katar würde jedem deutschen Nationalspieler 400.000 Euro an Prämie bescheren. Darauf haben sich der Deutsche Fußball-Bund und das Nationalteam geeinigt, wie der DFB mitteilte.

Damit würden die Spieler je 50.000 Euro mehr bekommen als 2018 in Russland, wo es für den WM-Gewinn 350.000 Euro gegeben hätte.

Zugleich wird wohl auch die Debatte um «Equal Pay», also zur gleichen Bezahlung für die Frauen- und Männer-Nationalmannschaft, eine neue Grundlage bekommen. Zum Vergleich: Die DFB-Frauen erhielten für ihren zweiten Platz bei der EM im vergangenen Sommer jeweils 30.000 Euro. Für den Titel hätte es 60.000 Euro gegeben. Bei einem EM-Triumph im Vorjahr hätte das Männer-Team um den damaligen Bundestrainer Joachim Löw ebenfalls 400.000 Euro pro Spieler kassieren können.

«Wir haben das intensive Gespräch in einer guten und konstruktiven Atmosphäre geführt. Letztlich haben wir für alle Beteiligten eine akzeptable Lösung erzielt», sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Neben Neuendorf hatten für den DFB noch Vizepräsident Hans-Joachim Watzke sowie Holger Blask als Geschäftsführer teilgenommen. Die Mannschaft wurde von Kapitän Manuel Neuer, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan vertreten.

50.000 Euro für Gruppensieg

Schon für den Gruppensieg in der Vorrunde würde es für jeden Spieler 50.000 Euro geben, für das Erreichen des Viertelfinals 100.000 Euro und für das Halbfinale 150.000 Euro. Der dritte Platz würde mit 200.000 Euro prämiert, die Vize-Weltmeisterschaft mit 250.000 Euro. Allein der erste Platz in der Vorrundengruppe E würde Neuer und Co. also schon mehr Geld bringen als das, was die deutschen Frauen mit der EM-Platz zwei in England erhalten hatten.

Nach einem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Anfang August hatte Neuendorf im DFB eine Debatte über die Angleichung der Prämien angekündigt. «Ich bin zumindest bereit, in unseren Gremien mit den Vertretern und Vertreterinnen der A-Nationalmannschaften darüber zu reden, ob unser über Jahrzehnte gewachsenes Prämiensystem noch zeitgemäß ist (…) und es gegebenenfalls auch angepasst werden kann», sagte Neuendorf damals nach einem Vorstoß des Kanzlers zum «Equal Pay».

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