Steffen Merkel (l) und Marc Lenz sind die beiden Geschäftsführer der DFL. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Arne Dedert/dpa)

Die Vertreter der 36 Profivereine haben auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga wie erwartet den neuen Grundlagenvertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund abgesegnet.

Zuvor hatte bereits der DFB-Bundestag der am 1. Juli in Kraft getretenen und bis zum Sommer 2029 gültigen Vereinbarung zugestimmt.

Der Grundlagenvertrag, der die Finanzströme zwischen der DFL und dem DFB regelt, war bereits Ende Juni beschlossen worden und bedurfte lediglich der formalen Bestätigung durch die jeweiligen Gremien. Um die Inhalte hatten beide Seiten monatelang verhandelt.

Der Beschluss sei «ein wichtiges und gutes Zeichen für das Miteinander», sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz. «Es war und muss wieder eine Stärke des deutschen Fußballs werden, dass der Deutsche Fußball-Bund und die DFL positiv miteinander zusammenarbeiten», fügte Lenz hinzu.

Statt bislang 26 Millionen Euro zahlt die DFL dem DFB künftig zwischen 34,5 und 39 Millionen Euro pro Saison. Der DFB überweist im Gegensatz statt bislang 20 Millionen nur noch 12,5 Millionen Euro an die DFL, um mit den Nationalspielern der Clubs werben zu dürfen. In EM- oder WM-Jahren der A-Nationalelf der Männer muss der DFB zwei Millionen Euro mehr an die Dachorganisation des deutschen Profifußballs zahlen.

Einnahmen im Ausland wieder über 200 Millionen Euro

Bei der Vermarktung im Ausland rechnet die DFL erstmals seit der Corona-Krise wieder mit Einnahmen von mehr als 200 Millionen Euro für die laufende Saison. «Unser klarer Anspruch ist es und muss es sein, hier weiter zu wachsen», sagte Liga-Geschäftsführer Steffen Merkel.

Dabei handle es sich um einen Mittelstreckenlauf, weil Verträge für die internationalen Medienrechte teilweise noch bis 2025 oder länger laufen würden. Zuletzt seien in diesem Bereich aber Steigerungsraten von 40 bis 50 Prozent bei den Erlösen aus diesen Verträgen erzielt worden. Daher sei die DFL auf dem richtigen Weg. 

Der «Kicker» hatte zuvor berichtet, die DFL erwarte in der kommenden Spielzeit rund 216 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung. 2021/22 waren demnach nur 167 Millionen Euro durch Verträge mit internationalen Partnern erlöst worden.

Vor der Corona-Pandemie hatte die DFL noch 260 Millionen Euro eingenommen. Damit hinkt die Bundesliga der Premier League weit hinterher. Rund zwei Milliarden Euro soll die umsatzstärkste Liga der Welt pro Saison mit den internationalen Rechten einstreichen.

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